Ernährungs-Tipps: Obst ist nicht gleich Obst

Obst wird als Lebensmittel oft nur sehr verallgemeinert betrachtet. So hört und liest man häufig Aussagen, die viel zu vage sind und nicht differenziert genug auf den Umgang in Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten ausfallen. Dadurch fühlen sich viele verunsichert, gerade wenn es darum geht nicht zunehmen zu wollen und notfalls auf den Zucker im Obst zu verzichten.

Die wichtigsten Fragen rund um das Obst

Daher werde auch ich als Personal Trainerin häufig von Freunden und Kunden gefragt welches Obst ist eigentlich am besten ist, welches Obst man am besten zu sich nehmen sollte und ob das Obst vor, während oder nach Sport gegessen werden sollte. Weitere Fragen drehen sich darum, ob Obstkuren schlank machen können und ob man Obst immer zwischendurch bedenkenlos essen kann.

Um diese Fragen zu klären möchte ich meine Meinung dazu äußern. Denn: Obst nicht gleich Obst. Zunächst einmal schwanken die Kalorien- und Zuckeranteile zwischen den Obstsorten sehr und können sogar zwischen der Kalorien-reichsten und der Kalorien-ärmsten Obstsorte das dreifache betragen.

Kalorien im Überblick

Nachfolgend ist daher eine Tabelle mit den jeweiligen Obstsorten sortiert nach Kilokalorien pro 100g aufgelistet. Bei Sportlern sehr begehrt und häufig verzehrt wird die Banane. Auch von vielen Fachzeitschriften wird die Banane als Energiespender, sogar während des Sports, empfohlen. Dabei hat die Banane mit etwa 90 kcal / 100g die meiste Kalorienanzahl von allen hier aufgelisteten Obstsorten.

Die besten Snacks für Zwischendurch sind natürlich der Apfel, Nektarinen und die Banane. Durch ihre harte und schützende Schale können sie gegenüber Beeren und weicheren Früchten problemlos transportiert werden und verderben auch nicht so schnell wie andere Sorten. Obwohl der Apfel im Mittelfeld der Kalorienskala liegt ist er doch nicht so vollgepumpt mit Kalorien wie die Banane und bildet den besten Kompromiss aus Kalorien und der Möglichkeit ihn leicht mitzunehmen zu können.

Wann und wie oft sollte Obst konsumiert werden?

Wenn man Obst ist, sollte man das ganz bewusst essen, wie andere Lebensmittel auch. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht zwischendurch immer mal wieder Weintrauben isst uns sich damit der Zuckeranteil über den Tag auf eine größere Menge ansammelt. Obst ist ein Genussmittel, hat einen nicht unwesentlichen Zuckeranteil und sollte daher ebenso bewusstes gegessen werden.

Obst und andere Nahrungsmittel sollten nicht während der Trainingsphase gegessen werden. Hier ist der Körper mit den sportlichen Aktivitäten ausgelastet und sollte sich nicht zusätzlich um die Verdauung kümmern müssen. Vor dem Sport ist auch nur in kleinen Mengen zu empfehlen. Ich werde in einem weiteren Beitrag genauer darauf eingehen, wie man seine Ernährung vor, während und nach dem Training gestalten sollte.

Der Reifegrad beim Obst ist entscheidend

Obst hat natürlich auch innerhalb einer Sorte starke Unterschiede. Den größten Unterschied bildet der Reifegrad beispielsweise zwischen grünen und gelben Bananen. Oft wartet man bis die Banane vom grünen Zustand in den gelben reift, weil sie dann natürlich sehr viel besser schmeckt. Dadurch hat die Banane dann aber auch einen viel höheren Kalorienwert und Zuckeranteil.

Man muss sich vielleicht etwas an den Geschmack gewöhnen aber achtet darauf dass die Banane nicht schon ganz gelb mit braunen Flecken ist. Sie muss natürlich auch nicht so grün wie auf dem Bild sein aber ein gutes Zeichen ist wenn sie schon sowohl gelbe als auch noch grüne Anteile in der Schale aufweist. Das gleiche gilt natürlich auch für andere Obstsorte und den hier empfohlen Apfel. Zu grünes Obst sollte niemand verzehren aber zu reifes ist ebenfalls zu viel des guten.

Als Zusammenfassung solltet ihr euch merken, dass nicht nur die Obstsorte den Unterschied in Zuckeranteil und Kalorien ausmacht, sondern auch der Reifegrad.